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Entspannungstraining

 


Entspannung bedeutet grundsätzlich das Lösen von Spannung.

In der heutigen Zeit, in der Stress und Hektik den Alltag bestimmen, ist es gut, dass uns unterschiedliche Entspannungstechniken zur Verfügung stehen. Bei mir finden Sie verschiedene Möglichkeiten und Techniken, körperliche und auch seelische Anspannung zu lösen. Wissenschaftliche Ergebnisse belegen die positiven Auswirkungen der Entspannungsverfahren auf das Immunsystem, so dass von einer Stärkung der Selbstheilungskräfte des Körpers auszugehen ist. Nutzen sie ihre eigenen Fähigkeiten, um ihre seelische und körperliche Gesundheit zu schützen und zu stärken.

Entspannungstechniken bringen Körper, Geist und Seele in Einklang.

 

Progressive Muskelentspannung

In zehn Einheiten vermittel ich die Technik der Progressiven Muskelentspannung. Jede Unterrichtseinheit enthält neben der Theorie auch praktische Anwendungen. Schon nach kurzer Zeit ist man in der Lage, die positive Wirkung zu fühlen und auch einzusetzen.

Was ist Progressive Muskelentspannung?

Progessive Muskelentspanung ist das An- und Entspannen einzelner Muskelpartien. Es bewirkt nicht nur eine körperliche, sondern auch eine geistige Entspannung. Der amerikanische Arzt und Physiologe Edmund Jakobsen erkannte in den zwanziger Jahren, dass innere Unruhe, Stress und Angst mit der Anspannung der Muskeln einhergehen. Das funktioniert aber auch im umgekehrten Fall. Die Lockerung der Muskeln hat ein Gefühl der Ruhe und Entspannung zur Folge.

Daraufhin entwickelte Jakobsen die Progressive Muskelentspannung (PM). Dieses Entspannungsverfahren setzt an der Muskulatur an, wie der Name schon sagt. Die Progressive Muskelentspannung führt genau wie das Autogene Training zur Tiefenentspannung. Diese beiden Methoden sind am weitesten verbreitet und am besten erforscht. Hunderte von Forschungsergebnissen belegen einen positiven Einfluss der progressiven Relaxaktion auf eine Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden z.B. Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herz-, Kreis-lauferkrankungen, Bluthochdruck und Abwehrschwäche. Die durch längerfristiges Training erreichbare Entspannung ermöglicht einen ökonomischen Umgang mit der persönlichen Energie. Die Progressive Muskelentspannung ist bisher in Deutschland - anders als in den USA - nicht so verbreitet wie das Autogene Training. Da man bei der Progressiven Muskelentspannung bereits nach kurzer Übungszeit Entspannungsempfindungen wahrnehmen kann, wird diese Entspannungstechnik heute jedoch gerne als Einstieg gewählt. Das regelmäßige Praktizieren der Übungen führt zu einem gesundheitlichen Schutz, die seelische und körperliche Gesundheit wird gestärkt. Ein ökonomischer Umgang mit der eigenen Kraft und Energie wird ermöglicht. Die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit steigt, wenn wir Hektik und Überforderung vermeiden. Obwohl in den meisten Fällen zum Erlernen der Progressiven Muskelentspannung weitaus weniger Übungszeit benötigt wird als beim Autogenen Training, erweist sich auch hier die Geduld als große Hilfe.

 

Autogenes Training

Das Autogene Training wird von mir in zehn Unterrichtseinheiten theoretisch wie auch praktisch vemittelt. Danach hat man die Grundlagen zur Verfügung und kann zu Hause weiter arbeiten. Das auf Suggestionen aufgebaute Training erfordert konsequentes Üben, damit der Körper diese Entspannungsmöglichkeit wirksam nutzen kann.

Das Autogene Training (AT) ist ein anerkanntes, eigenständiges psychotherapeutisches Verfahren. AT ist die in Deutschland am häufigsten angewandte Methode und wurde in den 20 er Jahre von Prof. Schultz entwickelt. Durch Suggestion und Vorstellungskraft kann man körperliche Änderungen hervorrufen, „autogen“ eben „selbst“ herbei-führen.

Es ist eine wirkungsvolle Prophylaxe und Therapie. Das Autogene Training ist eine umfassende Methode der Selbstentspannung. Es ist ein autosuggestives Verfahren, welches von jedem Menschen, unabhängig vom Alter erlernt werden kann. Das Autogene Training wurde in den 20er Jahren von J. H. Schultz entwickelt. Er entdeckte bei der Beobachtung seiner Hypnosepatienten, dass eine konzentrative Selbstentspannung möglich ist. Er entwickelte ein pragmatisches Verfahren, welches zu jeder Zeit anwendbar ist. Mit der Hilfe von Formeln wird über die Auto-Suggestion der entsprechende Entspannungszustand in den angesprochenen Körperteilen erreicht. Die Gefäßmuskulatur entspannt sich, wird besser durchblutet und somit ist das vegetative Nervensystem wieder in der Lage, Fehlfunktionen der Organe aufzuheben. Das war zuvor nur mit Medikamenten möglich. Da der Körper und die Seele in einer Wechselbeziehung zueinander stehen, hat ein seelisches Ungleichgewicht sofort körperliche Auswirkungen zur Folge. Befindet sich der Körper nicht im Gleichgewicht, haben Krankheiten leichtes Spiel. Bei manchen organischen Krankheiten fehlt die organische Ursache. Eine medikamentöse Behandlung kann langfristig keinen Erfolg bringen. Eine ganzheitliche Therapie ist hier wichtig. Durch das Autogene Training wird die Körperwahrnehmung vertieft und nach mehrwöchigem Üben ermöglichen die erlernten Formeln eine rasche Entspannung in jeder gewünschten Situation. Die Grundstufe des AT besteht aus mehreren Teilen. In jeder Sitzung werden entsprechende Formeln eingeübt. Hierbei ist die Knappheit, Präzision und Monotonie der Formeln im Sinne einer hypnotischen Wirkung wichtig. Der Tonus (Körperspannung) wird herabgesetzt. Man kann sich auch mit Hilfe des Autogenen Trainings ein „dickeres Fell“ zulegen. Alltagsbelastungen, Probleme und Ängste haben somit keinen direkten Zugang mehr zu unserem Nervenkostüm.

 

Atemübungen

Unterschiedliche Atemübungen setze ich in meinem Unterricht unterstützend ein. Mit einer korrekt ausgeführten Atemübung hat man immer eine schnelle Hilfe zur Verfügung, um sich aus turbulenten Situationen entziehen zu können.

Durch den Atem haben wir einen unmittelbaren Zugang zu uns selbst. Unser Atem spiegelt uns unser körperliches und seelisches Befinden. „So wie wir leben, so atmen wir. So wie wir atmen, so leben wir.“ Bei Stress z.B. ist die Atmung wesentlich schneller als in einer ausgeglichenen Situation. Es gibt keine Körperfunktion, die empfindlicher und unmittelbarer auf psycho-physische Veränderungen reagiert, als die Atmung. Bewusstes Atmen hilft, unseren eigenen Rhythmus zu erkennen und unser seelisches und somit auch unser körperliches Gleichgewicht zu finden. Es gibt den bewussten Atem, den willentlichen Atem und den erfahrbaren Atem.

Mechanisch besteht eine Wechselwirkung zwischen Atembewegung und zahlreicher Körperorgane und deren Funktion. Kreislaufdynamisch hängt die Atembewegung eng mit der Herzfunktion und dem Körper- und Lungenkreislauf zusammen. Chemisch wird über die Atmung die Sauerstoffversorgung und der gesamte Stoffwechsel beeinflusst. Nervlich wirkt sich die Atmung über nervliche Verflechtungen auf die Organe und deren Funktionen aus. Auf das zentrale Nervensystem hat die Atmung einen tiefgreifenden Einfluss. Sie beeinflusst die Bewusstseinsvorgänge des Menschen und damit auch sein Empfindungs- und Gefühlsleben.

 

Fantasiereisen

Fantasiereisen kommen in den meisten meiner Aufgabengebiete zum Einsatz. Sie sind zum größten Teil von mir entwickelt und geschrieben. Eine Fantasiereise ist wie ein Kurzurlaub, man kann mit der Fantasie auf eine Reise gehen.

Ein Ausflug in eine andere Welt. Eine Fantasiereise ist eine Entspannungsreise. Durch die Stimme des Vortragenden und die willentliche Steuerung des Teilnehmers begibt man sich in einen tranceähnlichen Zustand, welcher dem der REM – Phase des Schlafs ähnelt. Das vegetative Nervensystem übernimmt die Funktion, die Muskeln entspannen, Herzschlag und Atemfrequenz werden langsamer. Das Gehirn ist hellwach und der Körper kann sich regenerieren. Fantasiereisen sind sehr entspannend.

 

Übungen aus der Eutonie

Diese Übungen wende ich immer dann an, wenn der Klient Ruhe in seine Gedanken bringen möchte und dabei seinen Körper in eine entspannte Haltung.

Übungen aus der Eutonie wurden von der dänischen Physiotherapeutin Gerda Alexander (1909-1994) entwickelt. Eutonie wird auch mit „Wohlspannung“ übersetzt. Eutonie hat zum Ziel, im Alltag seinen eigenen Rhythmus zu finden und zu mehr Ausgeglichenheit zu gelangen. Die Wahrnehmungsübungen der Eutonie erhöhen das Körperbewusstsein und regen den Stoffwechsel an. Der Tonus (Muskelspannung) wird allein durch die dem Körperteil geschenkte Aufmerksamkeit beeinflusst. So können sich Blockaden lösen, die Muskeln können entspannen und mit der Zeit stellt sich ein neues Lebensgefühl ein. Durch Eutonie Kontaktübungen verstärkt sich die Konzentration und die Durchblutung. Man wird sensibler für die Außen- und Innenwahrnehmung. Man kann Schmerz und Konflikten entspannter begegnen. Eutonie Übungen regen einen Lernprozess an, durch den der Mensch zu einem besseren Umgang mit sich und seiner Umwelt findet.

 

Meditative Übungen

Meditative Übungen sind ein wirkungsvolles Werkzeug, um sich und seine Bedürfnisse besser kennen zu lernen.

Im Gegensatz zur Entspannung, wo die Gedanken unkontrolliert kreisen, bleibt der Geist bei der Meditation wach und konzentriert. Wir können unsere Gedanken kontrollieren. In der Meditation wird ein Gleichgewicht zwischen beiden Gehirnhälften hergestellt. Die rechte Gehirnhälfte, welche für Intuition, Fantasie und Gefühl zuständig ist, nimmt die Wahrnehmungen auf. Die linke Gehirnhälfte, zuständig für das Sprechen, Denken und Schreiben, interpretiert sie.

 

Für wen:

Entspannung für Berufstätige

Wenn unsere psychischen und physischen Ressourcen an die Grenzen stoßen und das nicht nur im beruflichen Alltag, wenn die Anforderungen größer sind als die inneren und äußeren Kräfte, die einem zur Verfügung stehen, dann ist es an der Zeit, wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Der Körper befindet sich in ständiger Alarmbereitschaft und meldet sich mit verschiedenen physischen und psychischen Reaktionen, z.B. wird die Atmung und der Herzschlag schneller und kräftiger, die Blutgefäße verengen sich und der Blutdruck steigt. Der Gesichtsausdruck verändert sich und starke Emotionen werden sichtbar. Depressive Verstimmungen oder aggressives Verhalten gehören bei andauerndem Stress zum Alltag. Entspannungsverfahren präventiv angewandt, helfen dies zu vermeiden.

Lerne Entspannungsverfahren in „gesunden“ Tagen, dann hast du sie in „kranken“ Tagen zur Verfügung. Von allen Lebewesen ist der Mensch das Einzige, welches die innere Ruhe suchen muss.

 

Entspannung für Schwangere

Eine Schwangerschaft ist etwas wunderbares, nichtsdestotrotz gehören bei den meisten Frauen auch die Schwangerschaftsbeschwerden dazu. Das sind keine Krankheiten, aber ein lästiges Übel, mit dem es gilt, umzugehen. Entspannungsverfahren führen zu einem gelassenen Umgang mit dem eigenen Körper, aber nicht nur während der Schwangerschaft. Wird z.B. das Autogene Training früh genug erlernt, so lässt es sich während der Geburt anwenden und kann so die einem zur Verfügung stehenden Kräfte optimieren.

Mit Atemübungen, Autogenem Training, Fantasiereisen und Partnermassagen ausgeglichen, gelassen und ruhig der Geburt entgegen.

 

Entspannung für Kinder

Auch Kinder leiden oft schon unter Stress. Schule, Freizeit, Sport, Freunde, eigene und fremde Erwartungen können Kindern das Leben schwer machen. Wenn Kinder frühzeitig lernen, die Balance zwischen Aktivität und Ruhe zu finden, so ist ein Grundstein für spätere Belastbarkeit und Flexibilität gelegt.

 

Entspannung für Frauen in den Wechseljahren

Wechseljahre - ein Wendepunkt
Wir alle kennen, die uns plötzlich heimsuchenden Beschwerden:
• Hitzewallungen
• Schwindel
• Schlafstörungen
• Kopfschmerzen
• Herzklopfen
• Reizbarkeit
• Aggression
• Labile Stimmungslage
• Nervöse Erschöpfung

Entspannungsverfahren helfen:

Mit diesen Beschwerden gelassener umzugehen, ruhiger zu werden, das Immunsystem anzuregen. In den Wechseljahren zu einem neuen Rhythmus zu finden! Ein Bewusstsein für den eigenen Körper entwickeln durch: Entspannungstechniken, Atemübungen, Fantasiegeschichten, Austausch mit Gleichgesinnten. Körper und Seele in ein neues Gleichgewicht bringen.

Probleme in den Wechseljahren stehen auch in Zusammenhang mit unserer Lebens- und Denkweise. Wechseljahre sind eine natürliche Phase im Leben der Frau. Die meisten Frauen bewältigen diese Phase gesundheitlich gut, wenn ihnen genügend individuelle und soziale Ressourcen zur Verfügung stehen. Positive Veränderungen im Zusammenhang mit den Wechseljahren sind z.B.:
- mehr Ruhe und Distanz zum täglichen Kleinkram
- mehr Spaß am Sex
- Gefühl von Freiheit.

Was vor uns liegt und was hinter uns liegt ist unbedeutend, verglichen mit dem, was in uns steckt.

 

Entspannungstechniken für Senioren

Mit der Situation alleine zu leben und nicht mehr so gebraucht zu werden wie es Jahre zuvor noch war, das ist eine große Umstellung. Die Familie, Verwandte, Freunde, mit denen man Alltagssorgen besprechen kann, sind u.U. nicht mehr so wie früher erreichbar. Diese Faktoren können Stresssituationen auslösen, denen man wirkungsvoll mit Entspannungsverfahren begegnen kann.